Brasilien profitiert von EU-Schweinekrise

Durch die ASP-bedingte Sperrung mehrerer Länder für den Drittlandsexport steigen die brasilianischen Schweinefleischausfuhren auf ein neues Rekordhoch.

Brasilien hat im vergangenen Kalenderjahr im Exportgeschäft mit Schweine- als auch mit Geflügelfleisch die bisherigen Mengenrekorde gebrochen. Für 2022 erwartet das südamerikanische Land auf dem globalen Markt ebenfalls gute Geschäfte. Laut aktuellen Zahlen der brasilianischen Vereinigung Tierisches Protein (ABPA) wurden 2021 insgesamt 4,6 Mio. t frisches und verarbeitetes Geflügelfleisch ausgeführt; das waren etwa 9 % mehr als im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich sogar um fast 26 % auf umgerechnet 6,77 Mrd. €.

Seinen Schweinefleischexport erhöhte Brasilien 2021 laut den ABPA-Zahlen gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf rund 1,1 Mio. t. Der Umsatz lag mit 2,33 Mrd. € um etwa 16 % höher. Auch für Brasiliens Schweinefleischexporteure blieb China mit einer abgesetzten Menge von 533.700 t im Berichtsjahr der Hauptkunde. Weitere wichtige Geschäftspartner waren Chile mit 61.000 t, Vietnam mit 44.900 t und Argentinien mit 37.800 t. ABPA sieht Brasiliens Schweine- und Geflügelfleischexporteure auch für das jetzt angelaufene Jahr 2022 gut aufgestellt. Die Branche könne davon profitieren, dass mehrere konkurrierende Länder veterinärmedizinische Probleme hätten, beispielsweise durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Geflügelpest.