China-Export: Weiter intensive Verhandlungen

Das BMEL versucht auf politischer Ebene eine Anerkennung der Regionalisierung in wichtigen Absatzmärkten zu erreichen, um einen Export aus ASP-freien Gebieten wieder möglich zu machen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium arbeitet weiter an einer Entlastung des deutschen Schlachtschweinemarktes durch das Erreichen einer Wiedereröffnung von wichtigen Auslandsmärkten. Wie das Agrarressort am vergangenen Donnerstag mitteilte, befindet es sich nach wie vor in intensiven Verhandlungen mit allen relevanten Handelspartnern und insbesondere mit China über eine Regionalisierung, die eine Wiederaufnahme von Lieferungen ermöglichen soll. Erst kürzlich sei ein umfassender chinesischer Fragenkatalog an das Landwirtschaftsministerium in Peking übermittelt worden. Darin gehe es unter anderem um die ergriffenen Maßnahmen, damit sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht weiter verbreite, die Verhinderung von Neueinträgen nach Deutschland sowie die Früherkennung von ASP-Ausbrüchen in der Wild- und Hausschweinepopulation. Eine Reaktion der Volksrepublik auf den Fragenkatalog stehe allerdings noch aus, berichtete das Agrarressort. Die Staatssekretärin im Ministerium, Beate Kasch, habe in den zuletzt geführten Gesprächen mit der chinesischen Hauptzollbehörde (GACC) und dem chinesischen Landwirtschaftsministerium (MARA) erreicht, dass die chinesische Seite bereit sei, die Gespräche zunächst auf Ebene der Chefveterinäre fortzusetzen. In deren Mittelpunkt werde der Wunsch nach Anerkennung der Regionalisierung stehen, damit ein Export aus ASP-freien Gebieten in Deutschland wieder möglich werde. Das sei allerdings schwierig, da es bisher weder der Europäischen Union noch einem einzelnen Mitgliedstaat gelungen sei, bei der Volksrepublik eine Akzeptanz der Regionalisierung im Hinblick auf die ASP zu erreichen. Für ein Ende der Preiskrise am deutschen Schweinemarkt ist die Wiederaufnahme von Drittlandsexporten, insbesondere nach China, ein wichtiger Schlüssel. Fast alle Drittstaaten haben nach dem ersten Auftreten der ASP bei Wildschweinen Mitte September in Brandenburg die Einfuhr von Schweinefleisch aus Deutschland untersagt. AgE