Chinas Importe um die Hälfte gesunken

Die Einfuhrausgaben sind sogar um fast 64 % gesunken.

Chinas Schweinefleischeinfuhren sind im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte gesunken. Laut vorläufigen Daten der Zollverwaltung nahm die Importmenge um rund 1,6 Mio t oder 54 % auf 1,35 Mio t ab. Für die Einfuhrausgaben wird sogar ein Minus von fast 64 % auf umgerechnet 2,86 Mrd € ausgewiesen; die Preise am Schweinemarkt in der Volksrepublik waren über weite Strecken des Betrachtungszeitraumes vergleichsweise niedrig. Grund für den Einbruch bei der Bezugsmenge war die höhere Eigenerzeugung. Im ersten Halbjahr legte Chinas Schweinefleischerzeugung gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach Regierungsangaben um 8,2 % auf 29,4 Mio t zu.

Wie eine genauere Analyse der Handelsdaten durch den Dachverband der dänischen Land- und Ernährungswirtschaft (L&F) zeigt, hielten sich die chinesischen Importeure besonders beim Kauf von frischem, gekühltem und gefrorenem Schweinefleisch zurück. Bei dieser Warenposition kam es im Vorjahresvergleich zu einer Abnahme von 64,2 % auf 799 000 t; von Januar bis Juni 2021 waren es noch 2,23 Mio t gewesen. Dagegen wurde die Einfuhr an Schlachtnebenerzeugnissen vom Schwein „nur“ um 13,5 % auf 512.900 t Mio t gedrosselt. Alle Schweinefleischexporteure mussten im bisherigen Jahresverlauf starke Absatzeinbußen in China hinnehmen. Das traf auch Spanien, die mit insgesamt 343.400 t zwar Toplieferant blieben, aber einen Exportrückgang um 523.800 t oder 60,4 % verkraften mussten.

Während dabei die Ausfuhr von gekühlter und gefrorener Ware um 68,2 % auf 229.000 t abnahm, fiel das Minus bei den Schlachtnebenerzeugnissen mit 22,0 % auf 114.300 t geringer aus. Dänemark und die Niederlande verzeichneten bei ihren Ausfuhren von gekühltem und gefrorenem Schweinefleisch in die Volksrepublik ebenfalls kräftige Absatzrückgänge, nämlich von 60,6 % sowie 73,7 %. Den Dänen gelang es jedoch als einem der wenigen Anbieter, mehr Schlachtnebenerzeugnisse nach China zu verkaufen; die Menge gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021 nahm um 7,6 % auf 83.500 t zu. Bei den USA brachen die Lieferungen von frischem Schweinefleisch im Vorjahresvergleich um 78,2 % auf 59.300 t ein; glimpflicher kam Brasilien mit einem Minus von 35,8 % auf 166.600 t davon.


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