Die Ferkelnachfrage steigt

Ein sinkendes Angebot und die höhere Einstallbereitschaft der Mäster beleben den Ferkelmarkt.

Seit Monaten kämpfen die Ferkelerzeuger mit ruinösen Verkaufserlösen. Mit dem Jahreswechsel scheint der Tiefpunkt jedoch durchschritten. In drei bzw. vier aufeinander folgenden Wochen konnte die Ferkelnotierung jeweils um 1 € zulegen. Fachleute erwarten eine Fortsetzung dieses Trends und Erwarten eine weitere Festigung des Ferkelmarktes. Denn saisonal bedingt und durch die Bestandsrückgänge in der Sauenhaltung ist das Ferkelangebot rückläufig. Verstärkt wird dieser Trend dadurch, das wöchentliche rund 35.000 - 40.000 Ferkel weniger aus den Niederlanden und Dänemark zu uns kommen. Gleichzeitig wächst die Einstallbereitschaft der Mäster trotz konstant niedriger Notierungen für Schlachtschweine. So wird spätestens ab dem Frühjahr auch am Schweinemarkt eine deutliche Belebung erwartet. Aktuell bleibt der Schweinestau aber das Hauptproblem der Mäster. Positiv ist, dass der Abbau des Staus jetzt schneller gelingt. Nach aktueller Einschätzung der ISN-Interessengemeinschaft konnte der Überhang an Schlachtschweinen in der vergangenen Woche um rund 90.000 auf etwa 880.000 Tierereduziert werden. Hauptfaktor bleibt dabei das verminderte Lebendangebot. Dies dürfte nach aktuellen Analysen momentan rund 7 – 8 % geringer ausfallen als zum Jahresbeginn 2020. Hilfreich ist außerdem, dass sich das Corona-Geschehen an den deutschen Schlachthöfen weiter beruhigt hat. Derzeit treten noch Einschränkungen bei Willms-Fleisch in Loxstedt auf, wo rund 85 % der üblichen Kapazitäten genutzt werden können. Außerdem kann der Vion-Standort in Perleberg aktuell nur zu etwa 90 % ausgelastet werden.