ISN: Fleischabsatz ankurbeln!

Die ISN-Interessenvertretung hält ein generelles Preiswerbeverbot für Lebensmittel derzeit nicht für zielführend.

Seit Monaten leidet Deutschland unter dem Schweinestau. Zuletzt standen laut ISN-Interessenvertretung rund 970.000 Schlachtschweine abholbereit in den Ställen. Das zurückgehende Lebendangebot könnte die Lage nun zügig entspannen. Doch jetzt hapert es verstärkt beim Fleischabsatz. So haben die deutschen Fleischbetriebe zwei von drei wichtigen Absatzkanälen verloren. Durch die ASP brach im September letzten Jahres der Drittlandexport über Nacht weg. Und Corona-bedingt ist der Außer-Haus-Verzehr erneut nahezu lahmgelegt.
Aus Sicht der ISN gilt es daher, den Fleischabsatz über den deutschen Lebensmittelhandel optimal anzukurbeln. Das politisch diskutierte Preiswerbeverbot für Lebensmittel kommt aus Sicht der Interessenvertretung zur Unzeit. Denn Angebotsaktionen sind bekanntermaßen gerade beim Schweinefleisch ein sehr wirksames Mittel zur Absatzförderung. Dazu ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack: „Ramschpreise für Schweinefleisch sind tabu! Aber in der aktuell schwierigen Absatzsituation brauchen wir auch Angebotsaktionen – natürlich mit Augenmaß.“