Markt: Überhang leicht geschrumpft

Die Schlachtunternehmen können relativ stabil arbeiten und der Überhang an Schlachtschweinen geht leicht zurück.

Der Schweinemarkt befindet sich nach wie vor in einer Ausnahmesituation. Der Überhang an schlachtreifen Schweinen wird von der ISN auf rund 670.000 Tiere beziffert. Da die Schlachthöfe aber fast geschlossen mit den zuletzt erreichten Schlacht- und Zerlegekapazitäten durcharbeiten können, wurde der Überhang leicht um rund 10.000 Schweine reduziert und die durchschnittlichen Schlachtgewichte pendelten marginal zurück.

Vorausgesetzt die Maßnahmen bei Corona-Infektionen im Betrieb greifen weiterhin so gut, wie in den letzten Wochen, werden sich die Schlacht- und Zerlegeunternehmen zu Beginn des Jahres etwas mehr Luft verschaffen können. So erklärten vor allem die größeren Unternehmen der roten Seite, dass sie nach den Feiertagen durch Arbeitsquarantäneregelungen und Sonntagsschlachtungen versuchen wollen den Druck weiter abzubauen.

Der verschärfte Lockdown hat indes kaum Auswirkungen auf den Markt. Die Gastronomie fehlt schon seit Wochen als Abnehmer. Dafür kann die private Nachfrage nach Schweinefleisch im Lebensmitteleinzelhandel auch aufgrund der bevorstehenden Weihnachtstage als recht zügig beschrieben werden. Dabei erfahren wie gewohnt die edlen Teilstücke beim Verbraucher einen besonders hohen Zuspruch.

Auch wenn es aktuell noch keine positiven Meldungen bezüglich der ASP-bedingt gesperrten Exportmärkte gibt, wächst bei den Mästern etwas die Zuversicht. Das ist auch an einer leicht anziehenden Einstallbereitschaft zu sehen. Diese führt auch in der laufenden Woche dazu, dass deutschlandweit die am Boden liegenden Ferkelnotierungen um durchschnittlich 1 € zulegen können.