Mehr Werbung für Schweinefleisch

Der Lebensmittelhandel hat seine Werbeaktionen für Schweinefleisch erhöht.

Der deutsche Schweinemarkt ist in den vergangenen Wochen wieder verstärkt unter Druck. Seit der September erreichten diesjährigen Höchstnotierung von 2,10 € pro Kilogramm Schlachtgewicht ist der Preis inzwischen um 0,30 € gefallen. Auch in dieser Woche wird von Überhängen im Lebendangebot berichtet, die sich aufgrund der schwachen Fleischnachfrage nur schwer absetzen lassen.
Es ist daher zunächst einmal zu begrüßen, dass der deutsche Lebensmittelhandel seine Werbeaktivitäten für Schweinefleisch wieder hochgefahren hat. Nach Daten der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) hat der LEH in den ersten zehn Monaten dieses Jahres knapp 12 Prozent mehr Werbeanzeigen für Schweinefleisch geschaltet als im Vorjahreszeitraum. Am häufigsten sind in den Aktionen naturbelassene Schweinesteaks zu finden, deren Werbehäufigkeit um knapp 5 % anstieg. Die mit gut 25 % größte Steigerung bei den Werbeaktionen entfällt auf naturbelassenen Schweinebraten. Hingegen hat die AMI bei wichtigen Eckartikeln vom Rind und Geflügel einen erheblichen Rückgang der Werbeaktivitäten um mehr als 10 % beobachtet.
Dass Werbeaktionen den Fleischabsatz ankurbeln können, ist bekannt. Doch in der Regel ist ein besonders günstiger Fleischpreis das Hauptargument in den Verkaufsanzeigen. Sonderaktionen insbesondere mit Preisknallern sind also durchaus ein zweischneidiges Schwert. Insgesamt vermeldet die AMI bei den Sonderangeboten für Schweinefleisch allerdings ein höheres Preisniveau. So betrug der durchschnittliche Mindestpreis beim naturbelassenen Schweinesteaks in Preisaktionen in diesem Jahr 5,27 €/kg. Das sind fast 0,70 € pro Kilogramm mehr als im Vorjahreszeitraum.