Russische Schweinehaltung trotz ASP auf Wachstumskurs

Der Schweinesektor soll in diesem Jahr nochmals um 4 % wachsen.

Das russische Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass die Erzeugung von Fleisch bis zum Jahr 2025 weiter zunehmen wird. Dem Ministerium zufolge ist die gesamte russische Fleischerzeugung im vergangenen Jahr um 3 % auf 15,6 Mio. t gesteigert worden; das Land belegte damit diesbezüglich weltweit den fünften Platz. Bis 2025 soll das Aufkommen um fast 6 % auf 16,5 Mio. t zulegen.

Treiber dabei dürfte weiterhin die Schweinefleischerzeugung sein. Diese wies 2020 mit 8,9 % auf 5,5 Mio. t Lebendgewicht die mit Abstand die höchste Zuwachsrate auf und soll in diesem Jahr um gut 4 % zunehmen. Laut dem Vorsitzenden des nationalen Schweinezüchterverbandes, Jurij Kowalew, wird die Erhöhung der Erzeugung es ermöglichen, die Großhandelspreise für Schweinefleisch - trotz gestiegener Produktionskosten - auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Kowalew zufolge ist es Ende 2020 in einer Reihe von Regionen zu Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gekommen. Die Tiergesundheitssituation in den Industrieunternehmen sei derzeit jedoch stabil und es gebe keinen Anlass zur Sorge. Es würden nur Einzelfälle der ASP in eher abgelegenen Gebieten und bei Kleinerzeugern beobachtet. Die Regierung kündigte kürzlich an, Vorzugsdarlehen an landwirtschaftliche Erzeuger zu verlängern, die seit 2020 Verluste durch die ASP erlitten haben. Diese Maßnahme bezieht sich auf Investitionskredite in Höhe von bis zu 5 % für den Bau, die Modernisierung und den Wiederaufbau von Produktionsanlagen sowie den Kauf von Maschinen und Anlagen. Diese und andere staatliche Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirte seien einer der Schlüsselfaktoren für die positive Entwicklung der heimischen Viehzucht, erläuterte Kowalew. Darüber hinaus spielten die Ausbildung und die Stärkung des Veterinärschutzes eine wichtige Rolle. AgE


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