Schweinehaltung weltweit stark rückläufig

Global wurden im Jahr 2020 rund 17 % weniger Schweine gehalten als im Vorjahr.

Der Bestand an weltweit gehaltenen Schweinen hat sich im letzten Jahr stark verringert, wie Daten der Agrarmarktinformationsgesellschaft (AMI) zeigen. So wurden Ende 2020 global noch 654 Millionen Schweine gezählt, was einem Rückgang von 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die starken Bestandsaufstockungen sind insbesondere auf den mit Abstand größten Schweineproduzenten China zurückzuführen, wo im vergangenen Jahr mehr als 27 % weniger Schweine gehalten wurden als noch 2019. Insbesondere die Afrikanische Schweinepest hat in der Volksrepublik zu drastischen Produktionseinbußen geführt. Hingegen konnten die USA als weltweit zweitgrößter Produzent im vergangenen Jahr um 4 % auf einen Bestand von 78 Millionen Schweinen zulegen. Auf Platz 3 der weltweit größten Schweineerzeuger folgt Brasilien, das im vergangenen Jahr allerdings um 1,5 % auf knapp 38 Millionen Schweine abgestockt hat. Auf Platz 4 folgt Spanien mit knapp 33 Millionen Schweinen. Die Iberer konnten im vergangenen Jahr deutlich um 4,6 % Schweine aufstocken und gehören damit zu den größten Gewinnern des vergangenen Jahres.

Deutschland liegt mit 26 Millionen Schweinen inzwischen deutlich hinter Spanien. Die Statistik weist offiziell nahezu konstante Schweinezahlen bei uns aus, die allerdings durch den Schweinestau zum Jahreswechsel noch verfälscht gewesen sein konnten. Insgesamt ist daher auch in Deutschland mit einem spürbaren Rückgang der Schweinezahlen bereits im vergangenen Jahr zu rechnen. Russland hat mit 25 Millionen Schweinen inzwischen einen ähnlich großen Bestand wie die Bundesrepublik. Die Russen konnten im letzten Jahr um 6 % aufstocken und sind der größte Gewinner der letzten zwölf Monate.