Teures In-Vitro-Fleisch

Fleisch aus Zellkulturen ist derzeit für Verbraucher unerschwinglich.

Die Produktionskosten für Fleisch aus Zellkulturen sind noch um ein Vielfaches höher als bei traditionellen Fleischprodukten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktanalyse der niederländischen Unternehmensberatung CE Delft. Demnach ist die Erzeugung von In-Vitro-Fleisch um den Faktor 100 bis 10 000 teurer als die Produktion herkömmlicher Ware. Um „Laborfleisch“ konkurrenzfähig zu machen, müssten die Erzeugungskosten erheblich gesenkt werden. Wichtigster Kostentreiber seien das Nährmedium sowie die darin enthaltenen Wachstumsfaktoren und rekombinanten Proteine, vor allem Albumin. Sogar bei einer deutlichen Verringerung des Nährmediumbedarfs sowie einer erheblichen Verbilligung der Wachstumsfaktoren und Proteine würde die Erzeugung von In-vitro-Fleisch noch umgerechnet rund 12,58 € je Kilogramm kosten, im Vergleich zu etwa 1,68 € für herkömmliches Fleisch. Ein Teil der Investitionskosten könnte beispielsweise mit EU-Subventionen im Rahmen des Green Deal finanziert werden, schlagen die Unternehmensberater vor. AgE