US-Fleischexporte brechen ein

Die USA haben im ersten Halbjahr 18 % weniger Schweinefleisch ausgeführt.

Nach einer längeren Boomphase tritt bei den Schweinefleischexporteuren in den USA nun wieder Ernüchterung ein. So konnte das Land in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur noch 1,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch exportieren. Das ist ein Rückgang von mehr als 288.000 Tonnen beziehungsweise 18,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Exporterlöse gingen beim Schweinefleisch um gut 16 % auf umgerechnet 3,55 Mio. € zurück.
Den größten Anteil hieran hat der Rückgang der Fleischausfuhren nach China. Diese gingen im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um mehr als 50 % zurück. Das ist besonders schmerzlich, da China beziehungsweise Hongkong nach Mexiko den zweitgrößten Absatzmarkt der US-Fleischexporteure verkörpert. Auch in Japan, Kanada, Südkorea, die Philippinen sowie Zentral- und Südamerika mussten die USA im bisherigen Jahresverlauf beim Schweinefleisch Absatzeinbußen hinnehmen. Hingegen konnten die Nordamerikaner bei den Geschäften mit ihrem südlichen Nachbarn Mexiko wieder deutlich zulegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 wurden rund 18 % mehr Schweinefleisch dort abgesetzt. Bei einer weitere positiven Entwicklung könnten die US-Fleischbetriebe beim Absatz nach Mexiko in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielen. AgE