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Nicht zu früh frisches Getreide verfüttern

Untersuchung
Mit der Verfütterung der neuen Ernte sollte man aus tiergesundheitlicher Sicht nicht zu früh beginnen. BIld: Heil

Die Getreideernte 2017 ist zwar noch im vollen Gange, aber die frühen Wintergersten-Ernten liegen nun einige Tage auf den Kornspeichern. Daher überlegen die ersten Landwirte mit der Verfütterung zu beginnen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn das Getreide durchläuft nach der Ernte noch einen Nachreifungsprozess und weist einen hohen Oberflächenkeimbesatz auf.
Wenn frisches Getreide zu früh in größeren Mischungsanteilen eingesetzt wird, kann die Futterakzeptanz der Schweine deutlich schlechter sein. Das kann in Verbindung mit hohen Außentempe­raturen zur vollständigen Futterverweigerung führen. Gelegentlich wird auch Durchfall beobachtet. In Extremfällen kommt es zu Tierverlusten, die zum Beispiel durch stärkere Gasbildungen im Darm bzw. durch Darmverdrehungen hervorgerufen werden können. Auch Fruchtbarkeitsprobleme bei den Sauen sind nicht auszuschließen.
Will man das Risiko möglichst klein halten, sollte mit dem Einsatz der neuen Ernte etwa vier Wochen gewartet werden. Säurekonserviertes Getreide kann bereits nach vierzehn Tagen ins Futter. Oder es werden alte und neue Lagerbestände miteinander verschnitten. Je jünger die Tiere sind, desto geringer sollte der Anteil an frischem Getreide sein. 

Schlagworte

Getreide, frisches, Kornspeichern, Getreideernte, Ernte

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