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Sorge wegen Afrikanischer Schweinepest

ASP
Speziell von kontaminierten Fleischwaren geht ein enormes Seuchenrisiko aus. Foto: SUS

Wenn nur ein Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Deutschland festgestellt wird, hätte das verheerende Folgen für den deutschen Schweinemarkt. Denn der Export, also das internationale Geschäft, wäre dann mehr oder weniger stillgelegt. Dies hätte große Auswirkungen auf den Markt und letztlich auch auf den Schweinepreis. Die Landwirte mussten sich auf eine lange Phase mit Tiefpreisen einstellen, machte Dr. Albert Hortmann-Scholten deutlich. Der Marktexperte der Kammer Niedersachsen betonte auf der ASP-Tagung des Bundesverbandes Rind und Schwein (BRS) in Bonn, dass im Falle eines Falles wichtige Drittländer wie China sicherlich sofort eine Handelssperre gegen Deutschland verhängen würden.  
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) sei für den Menschen zwar völlig ungefährlich. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass die Presse medienwirksam Bilder von Massentötungen etc. zeigen werde. Dies würde dann auch den deutschen Verbraucher vom Schweinefleischeinkauf abhalten, worauf wiederum die Märkte reagieren. Die Schäden für die deutsche Schweinehaltung sowie in den vor- und nachgelagerten Bereichen seien immens. Man schätzt, dass die ASP Milliarden kosten würde.
Auf der ASP-Tagung waren sich alle Referenten einig, dass ein Viruseintrag in die deutsche Wildschweinpopulation kein unrealistisches Szenario mehr ist. Der Erregerdruck in den baltischen Staaten, Russland, Ostpolen und nun auch Tschechien sei in den letzten Monaten deutlich größer geworden. Umso wichtiger sei deshalb ein engmaschiges Früherkennungssystem: Je früher die Seuche erkannt wird, desto besser, um die Marktverwerfungen zu minimieren.
Zudem müsse man jetzt mit den wichtigen Drittländern wie China, Hongkong oder Südkorea dringend die Handelsabkommen dahingehend anpassen, dass ein Export außerhalb der betroffenen Gebiete möglich bleibt. Neben der sogenannten Regionalisierung sollte sich der Fokus auch auf mögliche innereuropäische Handelsrestriktionen richten, auf die im Falle eines Falles ebenfalls verzichtet werden sollte. Nicht zuletzt müssten auch staatliche Interventionsmaßnahmen wie z.B. die PLH möglich sein. Entsprechende Ankaufaktionen müssten im Ernstfall rasch von der EU bewilligt werden. Die entsprechenden Finanzmittel sollten bereits jetzt vorgehalten werden.

Schlagworte

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