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SUS 6/2017

Vierter Weg: Warum zögert Deutschland?

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Das Lokalanästhetikum wird in den Hodensack appliziert: Foto: TGD Bayern

Um die nationalen und internationalen Fleischkunden nicht zu verprellen, müssen deutsche Sauenhalter auch nach 2018 ihre Ferkel weiter selbst kastrieren dürfen. Für die geforderte Schmerzausschaltung bietet die lokale Betäubung die besten Voraussetzungen. Denn die Lokalanästhesie vereint eine gute Schmerzausschaltung und geringe Belastungen bzw. Risiken für die jungen Ferkel. Insbesondere in Süddeutschland gibt es inzwischen zahlreiche Praxisuntersuchungen, welche die gute und tiergerechte Umsetzung der Kastration unter Lokalanästhesie belegen.
Wichtig ist, dass die Politik jetzt den Weg für die lokale Betäubung bei der Kastration von unter sieben Tage alten männlichen Ferkeln durch den Landwirt ebnet. Nur so bleibt der Eingriff praktikabel und bezahlbar. Das Vorbild Schweden zeigt, dass es geht.
Wie die Lokalanästhesie durch die Landwirte in der praktischen Umsetzung aussehen kann, lesen Sie im Beitrag „Lokale Betäubung ist der beste Weg“ ab Seite 18 in der neuen SUS. Wie die Tierärzte und das Berliner Agrarressort den vierten Weg einschätzen, erläutert der Beitrag „Vierter Weg: Warum zögert Deutschland“ ab Seite 22 in der neuen SUS.

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