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Belgien: ASP schreitet voran

In Belgien dürfen die Sperrbezirke bis auf Weiteres nicht betreten werden.

In Belgien steigt die Anzahl ASP-infizierter Wildschweine stetig. Seit dem Ausbruch der Krankheit im September 2018 wurden über 630 infizierte Wildschweine bei der Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit gemeldet. Seit Jahresbeginn sind über 350 neue Fälle hinzugekommen. Große Sorgen bereitet den Behörden aktuell, dass sich die Seuche verstärkt nach Norden ausdehnt. Nach dem Fund eines toten Tieres in der Zone I zwischen Les Fossés und Mellier wurde die Abgrenzung der Sperrzonen in Zusammenarbeit mit der EU neu angepasst. Die Seuchenexperten gehen davon aus, dass auch in den kommenden Wochen etliche tote Tiere gefunden werden.

Da die ASP unaufhaltsam voranschreitet, haben die Franzosen eine sogenannte weiße Zone im Grenzgebiet ausgewiesen, die jetzt Wildschwein-frei werden soll. Die dort geschossenen Tiere wurden bislang nur sporadisch auf ASP untersucht. Jetzt soll ein Screening-Test obligatorisch werden. Auch ist man von der Vorstellung abgerückt, die weiße Zone zu 100 % Wildschwein-frei zu bekommen. Eine Reduktion des Bestandes auf 10 % wäre schon ein Erfolg. Im benachbarten Luxemburg kritisieren die Bauern, dass die Maßnahmen zur ASP-Prävention nur halbherzig umgesetzt werden. Auch sie fordern den Abschuss der Wildschweine im grenznahen Raum sowie finanzielle Anreize für die Jäger.