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Belgien plant ASP-Schutzzaun

Ein Zaun soll infizierte Wildschweine vom Verlassen des Risikogebietes abhalten.

In Belgien wurde der Kadaver eines sechsten infizierten Wildschweines gefunden. Die Untersuchung des am 16. September in der Nähe der fünf bereits bekannten positiven Fälle verlief positiv. Acht weitere Wildschweine, die im abgegrenzten Umkreis gefunden wurden, waren negativ. Fünf weitere Tierkörper werden noch analysiert, so die Informationen aus dem Landwirtschaftsministerium in Belgien. "Um die Afrikanische Schweinepest zu bewältigen, die letzte Woche im Süden der Provinz Luxemburg ausgebrochen ist, müssen wir schnell und vor allem gut handeln", sagte am Mittwochnachmittag der wallonische Landwirtschaftsminister Rene Collin.

Eine Sicherheitszone von 63.000 ha wurde definiert, indem ein Radius von 20 km von den ersten zwei Fundstellen gezogen wurde. Insgesamt ist ein Drittel des Waldes in der Provinz Luxemburg betroffen. In diesem Gebiet ist die Jagd vorübergehend verboten, um die Verbreitung von Wildschweinpopulationen zu vermeiden. Auch darf das Gebiet nicht betreten werden. Diese Maßnahmen, die von der EU angesichts der erfolgreichen Umsetzung in der Tschechischen Republik dringend empfohlen wurden, gelten bis einschließlich 14. Oktober.

Unterdessen hat Landwirtschaftsminister Collin erklärt, dass sein Ministerium kurzfristig finanzielle Mittel für die ASP-Bekämpfung bereitstellen wird. Das Geld soll u.a. für den Bau eines Schutzzauns verwendet werden, um die infizierten Wildschweine vom Verlassen des Infektionsgebiets abzuhalten. Allerdings müsse zunächst das Infektionsgebiet weiter eingegrenzt werden. Denn man könne nicht das komplette 63.000-ha-Areal einzäunen. Auch werden derzeit alle Schweinebestände in dem Risikogebiet von Amtsveterinären untersucht. Bis die Überprüfung abgeschlossen ist, wurde ein Vermarktungsverbot verhängt.