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Osteuropa: ASP weiter außer Kontrolle

In Polen und anderen osteuropäischen Ländern treten viele ASP-Fälle bei Wildschweinen auf.

Viele Bachen bekommen dreimal jährlich Frischlinge.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) gerät im Osten Europas immer weiter außer Kontrolle. In unserem Nachbarland Polen fällt insbesondere der starke Anstieg der ASP-Infektion bei Wildschweinen auf. So haben die polnischen Behörden in diesem Jahr bis heute bereits 2460 Fälle bei Wildschweinen gemeldet. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2019. Für Deutschland gefährlich ist dabei insbesondere das starke Auftreten der Pest bei den Wildschweinen im Grenzgebiet zur Bundesrepublik. Ähnlich prekär ist die Situation in Rumänien. Dort fallen aber vor allen Dingen die hohen Ausbruchszahlen bei Hausschweinebeständen ins Gewicht. Bis zum 19. Mai dieses Jahres wurden bereits 247 ASP-Fälle in Schweinebeständen in Rumänien gemeldet. Das sind zehn Fälle mehr als im gesamten Vorjahr. Auch die Zahl der ASP Ausbrüche bei Wildschweinen hat in Rumänien mit 470 in diesem Jahr bereits das Niveau des gesamten Vorjahres überschritten. In Ungarn liegt die Zahl der registrierten ASP-infizierten Wildschweine in diesem Jahr mit mehr als 2.400 ebenfalls bereits deutlich über dem Ergebnis des gesamten Vorjahres. Ein starkes ASP-Geschehen bei den Wildschweinen gibt es mit jeweils mehreren 100 Fällen ebenfalls in Bulgarien und der Slowakei. Aufgrund der milden Winter und des großen Nahrungsangebotes mit Maisbeständen ziehen viele Bachen inzwischen bis zu dreimal im Jahr Frischlinge auf.