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Polen: ASP fällt in Veredlungshochburg ein

Die ASP hat nun auch Großpolen befallen. Dort ist schätzungsweise ein Drittel der polnischen Schweineerzeugung angesiedelt.

Nun wurde auch in Großpolen ein mit der ASP infiziertes Wildschwein entdeckt.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in relativer Nähe zur deutschen Grenze weiter aus. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte heute einen Seuchenfall bei einem toten Wildschwein im Kreis Wolsztyn, der zur Wojewodschaft Großpolen gehört. Der Fundort ist damit zwar deutlich weiter von Deutschland entfernt als die jüngsten Fälle im Landkreis Zielona Góra. Allerdings galt das Gebiet bislang als ASP-frei, was darauf hindeutet, dass sich das Seuchengeschehen in Westpolen verstetigt.

Aus Sicht des polnischen Schweinesektors ist der neue Fall besonders bedrohlich, da nun Großpolen direkt betroffen ist. Die Wojewodschaft gilt als eines der Zentren der dortigen Schweineerzeugung. Schätzungsweise soll sich hier etwa ein Drittel des polnischen Gesamtbestands befinden. Allein im Landkreis Wolsztyn werden nach Angaben der Wojewodschaft etwa 100 000 Schweine gehalten. Dementsprechend würden Handelsrestriktionen die gesamte Branche hart treffen. Auch könnten Keulungen infizierter Schweinebestände wegen der vergleichsweise dichten Aufstallung schnell hohe Zahlen erreichen. AgE