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QS-Betriebe nutzen weniger Reserveantibiotika

Die Schweinehalter im QS-System können auch beim Einsatz der sogenannten Reserveantibiotika erhebliche Einsparungen vorweisen.

2018 haben die Schweine- und Geflügelhalter im QS-System erneut deutlich weniger Antibiotika eingesetzt als im Vorjahr. Bei fast allen Wirkstoffgruppen, insbesondere bei den kritischen Antibiotika, hat eine Reduzierung stattgefunden. Damit widerlegen die Auswertungen aus dem QS-Antibiotikamonitoring das von einigen Experten vermutete Ausweichverhalten in der Tiermedizin. Der Vorwurf lautete, dass von "klassischen" Wirkstoffen, die ein größeres Mengenvolumen ausmachen, auf hochwirksame und dadurch niedriger zu dosierende Wirkstoffe umgestiegen wird.

Allerdings sind gerade bei den kritischen Wirkstoffen spürbare Rückgänge zu verzeichnen. Die Verbrauchsmenge an Fluorchinolonen wurde von 4,75 t auf 3,81 t im Jahr 2018 gesenkt. Das ist eine Einsparung von fast 20 %. Während 2017 noch 0,4 t Cephalosporine der 3. und 4. Generation verabreicht wurden, waren es ein Jahr später mit 0,28 t rund 30 % weniger. Die Gesamtmenge der in den 29.864 Schweine und 3.184 Geflügel haltenden Betrieben des QS-Systems eingesetzten Antibiotika ist mit knapp 464 t um 4,8 % gesunken.