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Südbelgien: Vier ASP-Fälle bei Wildschweinen

Der Fundort liegt etwa 60 km von der deutschen Grenze entfernt.

Das belgische Bundesamt für Sicherheit in der Lebensmittelkette (AFSCA) hat offiziell bestätigt, dass innerhalb der Wildschweinpopulation die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen ist. In einem Bericht an die Welttiergesundheitsorganisation (OIE) meldet das deutsche Nachbarland den Fund von drei toten Tieren in der Gemeinde Étalle in der südbelgischen Provinz Luxembourg. Ein viertes, offensichtlich erkranktes Tier wurde unweit der ersten Fundstelle entdeckt und gekeult. Das AFSCA betont, dass der Virus keine Auswirkungen auf den Menschen hat und dass Belgien nach wie vor in Bezug auf Hausschweine als ASP-frei gilt. Die Presseerklärung kann unter www.favv-afsca.be/professionnels/publications/presse/2018/2018-09-13.asp (auf französisch) abgerufen werden.

Das Dorf Étalle liegt nur jeweils rund 20 Kilometer von den Landesgrenzen zu Luxemburg und Frankreich entfernt. Die hügelige Landschaft ist teils stark bewaldet und zählt noch zu den Ausläufern des Wildparks Parc Naturel Régional des Ardennes. Schweinehaltende Betriebe gibt es in der Region nur wenige. Die zuständigen Stellen in Wallonien haben sofort damit begonnen Sperrbezirke einzurichten und weitere erforderliche Maßnahmen umzusetzen. Auch Frankreich will den Seuchenschutz speziell an der Grenze zu Belgien intensivieren.

Dass die ASP mit dem Ausbruch in Belgien einen sehr großen Sprung nach Westen gemacht, beunruhigt auch die deutschen Behörden. Die toten Wildschweine wurden gerade einmal 60 km entfernt von der deutschen Grenze gefunden. Zudem ist klar, dass die Seuche dort nicht durch eine Wanderung infizierter Wildschweine über Hunderte von Kilometern aus Osteuropa eingeschleppt wurde. Obwohl die angrenzenden Bundesländer (Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen) vermutlich noch nicht im Bereich der tierseuchenrechtlich vorgeschriebenen Restriktionsgebiete liegen, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bereits angekündigt, gemeinsam den Veterinärbehörden der Nachbarländer Frankreich, Luxemburg und Belgien die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der ASP-Bekämpfung zu verstärken.