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USA bauen ASP-Prävention aus

Die USA wollen bei den Grenzkontrollen stärker auf geschmuggeltes Schweinefleisch achten, um die Einschleppung der ASP zu verhindern.

Mit Aufklärungskampagnen und schärferen Grenzkontrollen wollen die USA eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern. Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) kürzlich mitteilte, scheinen die Maßnahmen erste Erfolge zu zeigen. Mitte März wurde mit Hilfe ausgebildeter Spürhunde eine Schmuggellieferung von 450 t an Schweinefleischprodukten aus China im Hafen von Newark beschlagnahmt, die dort in rund 50 Containern gelagert waren. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue betonte, dass es enorm wichtig sei, die Tierseuche nicht ins Land zu lassen. Sein Ministerium arbeite deshalb zusammen mit der gesamten Schweinebranche, anderen Regierungsstellen und den Nachbarländern daran, eine Einschleppung oder mögliche Ausbreitung der ASP zu verhindern. Neben verschärften Kontrollen an See- und Flughäfen sowie Einfuhrbeschränkungen für Schweinefleisch aus Infektionsgebieten würden auch die Tierhalter für die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und Reisende über die Gefahr von mitgebrachten Fleischprodukten sensibilisiert. Zudem würden proaktiv Reaktionspläne für den Fall eines ASP-Ausbruchs erstellt und Testkapazitäten ausgebaut. In Frankreich ist die Furcht vor einer Einschleppung der ASP ebenfalls weiter groß. Wie das Landwirtschaftsministerium in Paris mitteilte, soll der Schutzzaun an der Grenze zu Belgien Ende März fertiggestellt sein. Von den insgesamt 112 km seien bereits 73 km errichtet; die Gesamtkosten dafür beliefen sich auf 5,3 Mio Euro. Zudem sollen in der sogenannten „weißen Zone“ von rund 80 km2 in den Departements Maas und Meuse alle Wildschweine erlegt werden. Bisher wurden 230 Schwarzkittel von dem auf bis zu 570 Tiere geschätzten Bestand geschossen. Auf einen Zaun als Schutz vor einer ASP-Einschleppung will nun auch Luxemburg setzen, nachdem Ende Februar nur wenige Kilometer vom eigenen Staatsgebiet entfernt in Belgien ein infizierter Wildschweinekadaver gefunden wurde. Der Zaun soll nach Regierungsangaben Ende März zwischen den Städten Grass und Küntzig gebaut werden und etwa 8 km lang sein. In Belgien selbst musste die Infektionszone und die Pufferzone vergangene Woche weiter nach Norden ausgedehnt werden, nachdem ein ASP-infiziertes Wildschwein außerhalb des Infektionsgebietes gefunden wurde. AgE