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Westpolen: Erster ASP-Fall bei Hausschweinen

Die Schweinehalter Westpolens hatten Angst vor diesem Szenario. Jetzt ist der erste ASP-Fall bei Hausschweinen amtlich.

Der betroffene Betrieb liegt ca. 70 km von der Grenze zu Deutschland entfernt.

Polen hat gestern den ersten ASP-Fall bei Hausschweinen in Westpolen bestätigt. Es handelt sich nach den Angaben aus Polen um einen Bestand mit knapp 7.000 Sauen und mehr als 16.000 Ferkeln bzw. Zuchtläufern in Niedoradz bei Nowa Sól in der Gemeinde Otyń. Dieser auf die Ferkelproduktion spezialisierte Betrieb sei zwar abgeschirmt gewesen. Doch in unmittelbare Nahe zum Betrieb sollen mehrere ASP-Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen worden sein. Der Druck des Virus in der Umwelt war offensichtlich sehr hoch. Es ist zu befürchten, dass das Virus bereits über die Ferkelverkäufe verschleppt worden ist. Die Behörden haben die umgehende Keulung des Bestandes angeordnet sowie Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet.
Unterdessen breitet sich das Seuchengeschehen bei den Wildschweinen in Polen mit hoher Geschwindigkeit weiter aus. Bis heute meldeten die Behörden landesweit mehr als 1400 ASP-infizierte Wildschweine allein in diesem Jahr. Besorgniserregend für die polnische Schweineproduktion ist insbesondere die weitere Ausdehnung des Pestgeschehens im Westen. Hier mussten die Veterinärbehörden die Sperr- und Beobachtungszonen aufgrund der jüngsten als Funde nochmals Richtung Nordosten vergrößern. Die Pufferzone reicht jetzt schon bis an die Großstadt Posen heran. Stark von ASP-Wildschweinen betroffen ist weiter direkt an Deutschland grenzende Provinz Lubus. Hier ist insbesondere der Landkreis Nowosolski im Südosten der Provinz zu nennen, wo allein seit November letzten Jahres 146 ASP-Wildschweine gefunden wurden.