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BÖLW fordert bei der Dünge-VO das Verursacher-Prinzip

Der BÖLW fordert, das nur "Problembetriebe" verschärfte Produktions- und Dokumentationsvorschriften auferlegt bekommen.

Eine Novelle des Düngerechts nach dem Verursacherprinzip fordert der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Ein wirksames Düngerecht müsse zwingend sicherstellen, „dass auf der Fläche nur so viele Tiere gehalten werden, wie Böden und Gewässer verkraften“, erklärte der BÖLW in Berlin.

Mitgeregelt werden müssten leicht lösliche synthetische Stickstoffdünger, die ebenfalls zu den Problemen beitrügen. Aus Sicht des Gewässerschutzes dürften sie nur so ausgebracht werden, dass die Auswaschung von Nährstoffüberschüssen in Gewässer vermieden werde, so der BÖLW. Schließlich dürften Betriebe, die Gewässer schützten, nicht den gleichen Produktions- und Dokumentationsvorschriften überzogen werden wie „Problembetriebe“.

„Wasserschützern das Leben schwer zu machen, löst das Nitratproblem nicht, sondern verschärft es“, warnte der BÖLW-Vorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Das gelte besonders für Ökobetriebe. Denen habe zuletzt das Thünen-Institut (TI) bescheinigt, durch ihre Wirtschaftsweise das Wasser zu schützen. „Unsinnig belastet“ würden laut dem BÖLW-Vorsitzendem mit den vorgesehenen Maßnahmen allerdings auch viele konventionell extensiv wirtschaftende Kollegen, die ihre Böden gewässerschonend düngen. AgE