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SUS 1/2019

Brennpunkt Isofluran - Wo stehen wir?

Der Einsatz von Isofluran bei der Ferkelkastration wird unter Tierärzten und Landwirten kontrovers diskutiert.

Kurz vor knapp hat Berlin die Frist für den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration bis zum 1.1.2021 verlängert. Vorher hatte die Schweinebranche mit Nachdruck betont, dass die Alternativen noch nicht ausgereift sind. Hierzu zählt auch die Kastration unter Isofluran-Narkose und vorheriger Schmerzmittelgabe.

Dabei hat dieses Verfahren für den Einsatz bei Ferkeln fast alle recht­lichen Hürden genommen. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss nur an ihrer Ankündigung festhalten, den Tierarztvorbehalt zeitnah aufheben zu wollen. Dann dürfen auch geschulte Landwirte das Narkosegas einsetzen.

Praxiserfahrungen sind ebenfalls vorhanden. Die Sauenhalter in der Schweiz und die hiesigen Bioverbände setzen seit Jahren auf diese Betäubung. Dennoch wird in der Praxis kontrovers diskutiert. Das hat damit zu tun, dass die Größenstrukturen in der konventionellen Ferkelerzeugung nicht eins zu eins mit denen in der Schweiz oder der Bioproduktion zu vergleichen sind. Hinzukommt der Kosten- und Zeitdruck auf den Betrieben. Nicht zu vergessen die kürzlich aufgekommenen Bedenken bezüglich des Anwenderschutzes.

Fakt ist aber: Bis zum endgültigen Verbot der betäubungslosen Kastration müssen wir jede Lösung offen diskutieren und gegebenenfalls weiterentwickeln. SUS hat vier Experten um eine aktuelle Bewertung der Iso­fluran-Narkose gebeten.

Lesen Sie hierzu den Brennpunkt "Debatte um Isofluran: Wo stehen wir?" in der neuen SUS 1/2019.

Außerdem hat die SUS eine Umfrage zur Isofluran-Narkose gestartet. Nutzen Sie die Gelegenheit und geben Sie Ihren Meinung dazu ab! Hier geht es direkt zur Umfrage....