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DK: Im Schnitt über 33 Ferkel pro Sau

Die dänischen Sauenhalter konnten ihre Leistungen weiter steigern. Das gleichzeitig auch die Verluste zunahmen, sorgt aber für Kritik.

Die dänischen Sauenbetriebe konnten zwischen 2016 und 2017 ihre biologischen Leistungen weiter steigern. Den neuesten Zahlen der dänischen Branchenorganisation Landbrug&Fødevarer (L&F) zufolge wurden im vergangenen Jahr 33,3 abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme von 1,1 Ferkel. Die Quote von 16,9 lebendgeborenen Ferkeln pro Wurf übertraf den Vorjahreswert um 0,6 Ferkel.

Parallel zu den Absetzzahlen stiegen 2017 allerdings auch die Saugferkelverluste um 0,4 % auf 21,7 %. Dies wird ähnlich wie in den Niederlanden öffentlich kontrovers diskutiert. Dass diese Zahl nun erstmals seit zehn Jahren wieder zugelegt hat, kommt für die L & F überraschend. Eigentlich wurde in einer gemeinsamen Erklärung u.a. mit dem dänischen Landwirtschaftsministerium, der Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse und der Branchenvertretung Danske Svineproducenter im März 2014 vereinbart, die Saugferkelverluste bis 2020 auf unter 20 % zu drücken. Dafür wurden sogar über 20 verschiedene Projekte gestartet.

Um die negative Entwicklung zu stoppen hat die L&F nun eine Expertengruppe bestehend aus Forschern, Tierärzten und Beratern gegründet, die die Zahlen von 2017 gründlich analysieren soll. Danske Svineproducenter hält die Reaktion für übertrieben und steht der Initiative kritisch gegenüber. Man sollte eher herausstellen, dass die Saugferkelverluste trotz der steigenden Anzahl abgesetzter Ferkel mehr oder weniger stagnieren. Die Interessenvertretung befürchtet nun, dass die Expertengruppe weitere kostspielige Projekte empfehlen wird, die letztendlich zulasten der dänischen Schweinehalter gehen.