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Fachforum Schwein: Steigende Güllekosten erwartet

Die Kosten für die überbetriebliche Gülleverwertung dürften durch die neue Dünge-VO weiter steigen. Bild: heil

Ein effizienteres Nährstoffmanagement nach dem Inkrafttreten der neuen Düngerverordnung und das Tierwohl standen beim 8. Fachforum Schwein der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vergangene Woche in Cloppenburg im Mittelpunkt. Kammervizepräsident Hermann Hermeling betonte angesichts der Diskussionen um die Nutztierhaltung, dass die Landwirte bereit für einen Beitrag seien, „damit entscheidende Aspekte wie der Tierschutz, der umsichtige Einsatz von Medikamenten, die Lebensmittelsicherheit und der effiziente Umgang mit Nährstoffen bei der Aufzucht von Schweinen noch stärker zum Tragen kommen“. Erste Ergebnisse des Forschungsprojektes „InnoPig“ zu tierfreundlicheren Haltungssystemen, wie freie Abferkelbuchten oder eine Gruppenhaltung ferkelführender Sauen, stellte Kammerexperte Dr. Heiko Janssen vor. „Erste Auswertungen bezüglich der Leistungsfähigkeit zeigen, dass die getestete Freilaufbucht die höchsten Saugferkelverluste aufweist, gefolgt von der Gruppenhaltung ferkelführender Sauen und dem Ferkelschutzkorb“, berichtete Janssen. Als Folge der neuen Düngeverordnung erwartet der Landtechnikberater der Kammer, Hans-Jürgen Technow, dass sich bei vielen Betrieben die abzugebenden Nährstoffüberschüsse erhöhen, was zu steigenden Kosten bei der Verbringung in die Ackerbaugebiete führe. Immer mehr Landwirte würden sich daher für Gülleaufbereitungsverfahren interessieren. Kammerexpertin Andrea Meyer wies darauf hin, dass auch „die Fütterung Möglichkeiten bietet, die Nährstoffeffizienz von Schweinen zu erhöhen“. So werde Phosphor im Nordwesten im Schweinefutter bereits stark reduziert, ohne dass dies die Entwicklung der Tiere negativ beeinträchtige. Wie weit sich Stickstoff und Phosphor noch ohne Nachteile reduzieren ließen, müssten jedoch weitere wissenschaftliche Untersuchungen klären, so Meyer. AgE