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Gülleaufbereitung: Was funktioniert?

Hans-Jürgen Technow referierte zur Gülleaufbereitung. Foto: Schnippe

Die überbetriebliche Verwertung von Gülle war eines der zentralen Themen auf dem gestrigen Fachforum Schwein der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Cloppenburg. Kammerberater Hans-Jürgen Technow machte deutlich, dass derzeit zahlreiche Aufbereitungsverfahren für Schweinegülle im Gespräch sind. So heizen die stark gestiegenen Abgabepreise für überschüssige Gülle die Suche nach günstigeren bzw. alternativen Absatzwegen an. Berater Technow machte allerdings deutlich, dass insbesondere die intensiven Verfahren der Gülleaufbereitung mit hohen Kosten verbunden sind. Bei Anlagen zur Vollaufbereitung der Gülle bis zu einleitfähigem Wasser kalkuliert der Berater mit Kosten von 13 bis 18 Euro je Kubikmeter Schweinegülle. Hinzu kommen die Kosten für den Transport der Rohgülle zur Verarbeitungsanlage sowie den Abtransport der Nährstoffe in Ackerbauregionen. In Summe ist daher bei der Vollaufbereitung mit Kosten von mehr als 20 € je Kubikmeter Schweinegülle zu rechnen. Hinzu kommen eventuelle rechtliche Unsicherheiten bei der Einleitung des geklärten Wassers.
Der Kammerberater sieht den Fokus in nächster Zeit daher eher auf einfachen Verfahren zur Aufbereitung. Hier ist insbesondere die Eindickung der Gülle durch Sinkschichtbildung zu nennen. Denn diese mit Mehrkosten von 50 Cent je Kubikmeter Gülle am günstigsten. Auch die Trennung der flüssigen und festen Phase der Gülle durch Pressschnecken oder Zentrifugen ist mit 1,50 bis 3 € bzw. 5 bis 7 € pro Kubikmeter Rohgülle zu vertretbaren Kosten umsetzbar.