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Kastration: Betäubungsgel im Praxistest

Möglicherweise kann die Anwendung eines Betäubungsgels eine weitere Alternative zur betäubungslosen Kastration sein.

Um ab 2021 für die Schweinehalter praxistaugliche Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zur Verfügung stehen zu haben, startet in den kommenden Wochen ein Verbundprojekt. Daran beteiligt sind unter anderem das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, die Fleischwerk EDEKA Nord GmbH, die Vermarktungsgemeinschaft für Zucht- und Nutzvieh ZNVG eG und mehrere Testbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern. In der ersten Phase des Projektes soll ein Betäubungsgel in Kombination mit einem Präparat zur Betäubung des Hautschnitts bei der Ferkelkastration erprobt werden. Dabei ist insbesondere die Frage der intraoperativen, aber auch der postoperativen Schmerzen zu klären. Die Versuchsdurchführung erfolgt im Vergleich mit der vom Tierarzt bereits anwendbaren Vollnarkose mit Isofluran. Wird die erste Phase des Projektes erfolgreich abgeschlossen, soll in der zweiten Phase die praktische Umsetzung und ökonomische Bewertung beider Verfahren erfolgen.

Ziel ist es, nicht nur den teilnehmenden Betrieben im Markenfleischprogramm Gutfleisch der EDEKA, sondern allen Ferkelerzeugern eine weitere praxistaugliche Alternative zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration 2020 aufzuzeigen. Führt das Projekt zum Erfolg, besteht die Herausforderung darin, in der kurzen verbleibenden Zeit ein praxistaugliches Konzept für die Betriebe zu erarbeiten.