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Nordbrabant stockt Schweinebestand ab

In der Intensivregion Nordbrabant sind die Schweinebestände deutlich abgestockt worden. Fachleuten zufolge setzt sich der Rückgang auch in den kommenden Jahren wegen der strengen Umweltauflagen weiter fort.

Bis 2022 muss der Ammoniakausstoß reduziert werden.

Die Zahl der in den Niederlanden gehaltenen Schweine dürfte zuletzt zurückgegangen sein. Die niederländische Statistikbehörde (CBS) beziffert den Schweinebestand für Ende 2019 vorläufig auf 12,14 Mio. Tiere; das wären 2,4 % weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Fast die Hälfte der Schweine, nämlich 5,76 Mio. Tiere, wurden in der Provinz Nordbrabant gehalten. Dort stellten die Statistiker auch die absolut kräftigste Bestandsabstockung fest; Ende 2018 waren in dieser Provinz noch 193 000 Tiere mehr registriert worden.

Der Rückgang des Schweinebestandes in Nordbrabant dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis 2022 müssen die Ställe nämlich deutlich strengeren Umweltschutzanforderungen genügen, die vor allem die Verringerung des Ammoniakausstoßes betreffen. Fachleuten zufolge können viele Schweinehalter die dafür erforderlichen Investitionen nicht stemmen. Außerdem fehlten häufig Hofnachfolger. Die niederländische Regierung hat deshalb im November 2019 das Programm „Warme Sanierung“ gestartet, für das ein Etat von insgesamt 180 Mio. € für den Aufkauf von Produktionsrechten und für Ausgleichszahlungen für ausstiegswillige Schweinehalter bereitsteht. AgE