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Stalleinbrüche: Jetzt vorbeugen!

Die ISN empfiehlt Filmaufnahmen durch Schilder am Stall zu verbieten.

Das Thema Stalleinbrüche wird nach dem tragischen Fall auf dem Betrieb Röring in Vreden wieder heiß diskutiert. Unbekannte Täter hatten dort Mitte Januar die Lüftung und Alarmanlage lahmgelegt, worauf 900 Schweine qualvoll verendeten. Verhindern lassen Stallbrüche vermutlich nie ganz. Dennoch geben Fachleute wertvolle Tipps zur Vorbeuge:

  • Schließen Sie alle Türen und Nebeneingänge der Ställe rund um die Uhr ab.
  • Eine helle Beleuchtung mit Bewegungsmelder schreckt ungebetene Gäste ab.
  • Prüfen Sie, ob sich entlegene Winkel des Hofes oder Ställe im Außenbereich durch eine Kamera überwachen lassen.
  • Lassen Sie die Lüftungs-, Alarm- und Notfalltechnik regelmäßig vom Fachmann prüfen und dokumentieren Sie dies.
  • Stellen Sie sicher, dass die Alarmmeldung und -weiterleitung jederzeit funktioniert.

Die ISN-Interessengemeinschaft weist zudem auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes hin, welches auch Auswirkungen auf rechtswidrig beschaffte Film- oder Fotoaufnahmen aus Ställen haben könnte. Es geht dabei um die Verletzung des Eigentums, die ein Verwertungsverbot an den Aufnahmen nach sich zieht. Die ISN empfiehlt daher an allen Zugängen zum Stall gut sichtbar Schilder aufzuhängen, die eindeutig auf das Verbot von Foto- und Filmaufnahmen hinweisen. Damit hätte der betroffene Betrieb im Ernstfall möglicherweise einen Ansatz rechtlich gegen die Einbrecher und die Nutzung des Bildmaterials vorzugehen.