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Verwirrung um niederländischen Sauenbestand

Die niederländischen Behörden haben der EU überraschenderweise einen signifikant gestiegenen Sauenbestand gemeldet.

Scheinbar ist der niederländische Sauenbestand im Vorjahresvergleich spürbar gewachsen.

Wie aus vorläufigen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervorgeht, ist die EU-Zuchtsauenherde nach jetzigem Stand gegenüber Dezember 2018 nur um 33 000 Tiere auf 9,17 Mio. Stück gesunken. Demnach wurde die Sauenhaltung in der EU Ende 2019 weniger stark eingeschränkt als in früheren Jahren, wozu die hohen Ferkelpreise beigetragen haben dürften.

Hier fehlt allerdings noch das Ergebnis von Spanien, und das bisherige Gesamtresultat ist nicht unwesentlich von der Entwicklung in den Niederlanden beeinflusst. Dort wurde der Sauenbestand von der nationalen Statistikbehörde (CBS) für Dezember 2019 vorläufig mit fast 1,05 Mio. Tieren angegeben; das wären 8,3 % mehr als beim Rekordtiefstand ein Jahr zuvor. Bisher waren Analysten immer davon ausgegangen, dass es aufgrund der verschärften Umweltvorschriften zu weiter sinkenden Tierzahlen kommen würde. Die vorläufige Zahl ist deshalb mit Vorsicht zu interpretieren. Zu den weiteren acht Ländern mit höherem Sauenbestand als im Dezember 2018 zählen Polen, Irland und Großbritannien mit Zuwächsen von jeweils 1,6 %. In Frankreich wurde die Sauenherde dagegen binnen Jahresfrist um 3,3 % auf 984 000 Tiere abgestockt. Ähnlich groß fiel das Minus in Deutschland mit 2,9 % auf 1,78 Mio. Stück aus. Zu einem Einbruch um 10,5 % auf nur noch 231 000 Muttertiere kam es laut Eurostat in Ungarn, was nur von Bulgarien mir einen noch kräftigeren Rückgang von 27,3 % auf 51 000 Sauen überboten wurde. AgE