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Westfleisch: Ein Subunternehmer packt aus

Westfleisch in den Schlagzeilen. Foto Werkbild

Ausbeutung und Dumpinglöhne bei Westfleisch, so lautet der Vorwurf. Die Beschuldigung machte der WDR in dem Recherche-Magazin „die Story“ gestern Abend zur besten Sendezeit. „Kronzeuge“ des WDR-Berichts ist der  rumänische Subunternehmer Erol Deli. Mitte der 1990er-Jahre begann dieser, dem Schlachtbetrieb Arbeiterkolonnen aus Rumänien zu vermitteln, die nicht bei Westfleisch angestellt waren, sondern Werkverträge mit ihm hatten. Untergebracht in billigsten Unterkünften wurden die osteuropäischen Hilfsarbeiter pro Stück zerlegtem Fleisch bezahlt. Dieses raffinierte System aus Werkverträgen, Scheinrechnungen und nicht abgeführten Sozialbeiträgen bescherte nicht nur der Westfleisch, sondern auch anderen Unternehmen der Schlachtbranche Profite.

Nun packt der rumänische Subunternehmer aus, der 2016 bei der Westfleisch gekündigt wurde. In einer Stellungnahme des genossenschaftlichen Unternehmens mit Sitz in Münster heißt es, dass der TV-Bericht ein veraltetes und unvollständiges Bild zeige. Seit Jahren arbeite Westfleisch mit einer stetig abnehmenden Zahl an Fremdfirmen und baue die Zahl der direkt bei der Unternehmensgruppe angestellten Mitarbeiter weiter aus. Mittlerweile seien 60 % der Arbeitsplätze mit Konzernmitarbeitern besetzt. 
Video: "Westfleisch-Konzern und seine Subunternehmer"
Offizielle Stellungnahme der Westfleisch