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China: ASP beeinflusst globalen Fleischhandel

Der Fleischexport nach China dürfte weiter spürbar zulegen.

Aus vielen Regionen der Welt werden in Kürze merklich ansteigende Mengen Schweinefleisch nach China geliefert. Dies ist eine der Schlussfolgerungen der niederländischen Rabobank in ihrem neuesten Update zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) in China und Südostasien. Die in Asien auftretende Seuche werde zu einer unbekannten Veränderung des internationalen Handels führen, mit potenziellen Engpässen an tierischem Eiweiß an anderen Orten auf der Welt, schrieb die Bank. Dies bedeutet, dass weltweit die Preise für tierisches Eiweiß steigen und von Zeit zu Zeit stark schwanken werden. Vorwiegend exportierende Gebiete wie die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Kanada und Brasilien werden am stärksten von der gestiegenen Nachfrage nach Fleisch in China und Südostasien profitieren.
China wird den Mangel an Schweinefleisch auch ausgleichen, indem es den Verzehr von Geflügel und Rindfleisch sowie von Fisch erhöht. Diese Verbrauchsänderung wird auch die Verbrauchsmuster in anderen Teilen der Welt beeinflussen. Die ASP, die China seit August letzten Jahres heimsucht, hat sich im ganzen Land ausgebreitet. Die Rabobank erwartet, dass 150 bis 200 Mio. Schweine davon betroffen sein könnten. Ein erwarteter Produktionsrückgang von 30% in China ist vergleichbar mit der Schweineproduktion in ganz Europa. Die Rabobank erwartet, dass die Erholung der Schweinepopulation in China Jahre dauern wird. Denn die Schweineproduzenten werden zögern, ihre Anlagen wieder aufzustocken, da sie befürchten, dass das Virus erneut auftritt. Hinzukommt ein Mangel an Zuchttieren.