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Dürre lässt Australiens Fleischimporte auf Rekordniveau steigen

Australien hat im vergangenen Jahr so viel Schweinefleisch eingeführt, wie niemals zuvor.

Durch die dürrebedingt hohen Futterkosten fiel die australische Schweinefleischerzeugung sehr niedrig aus.

Die Schweinefleischeinfuhren Australiens sind im vergangenen Jahr so hoch ausgefallen wie nie zuvor. Laut Daten des dänischen Dachverbandes der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) belief sich die Importmenge an frischer und gefrorener Ware auf 198 710 t; das waren 26,4 % mehr als 2018. Grund für den starken Anstieg war die rückläufige Schweinefleischerzeugung in „Down Under“, denn die dürrebedingt hohen Futterkosten machten die heimische Schweineproduktion zunehmend unrentabel.

Dem Branchenverband Australian Pork zufolge nahmen die Schlachtungen von Januar bis November 2019 im Vorjahresvergleich um 4,9 % auf 5,15 Mio. ab, die Schweinefleischerzeugung verringerte sich um 6 % auf 398 110 t. Australien war 2019 der weltweit achtgrößte Schweinefleischimporteur und für die Exporteure aus der Europäischen Union mit mehr als 100 000 t der siebtwichtigste Kunde. Von dem höheren Schweinefleischbedarf Australiens profitierten im vergangenen Jahr die USA am stärksten. Die Amerikaner steigerten ihre Lieferungen auf den fünften Kontinent gegenüber 2018 um 40,3 % auf 99 740 t, was rund der Hälfte der insgesamt von dem Land eingeführten Menge entsprach. Aber auch Dänemark konnte sich über einen kräftigen Zuwachs beim Australiengeschäft freuen, denn mit 53 540 t wurde 31,9 % mehr Ware dorthin verschifft. AgE