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EGO Verbund sieht sich zukunftsorientiert aufgestellt

Der Autor und Blogger Klaus Alfs hielt einen Vortrag darüber, wie die moderne Schweinehaltung in den Medien thematisiert wird. Foto: Werning

Auf der Generalversammlung der Erzeugergemeinschaft für Schlachtvieh im Raum Osnabrück eG (EGO) in Oesede präsentierte Geschäftsführer Rudolf Festag den Mitgliedern den Geschäftsbericht des EGO Unternehmensverbundes sowie die Jahresabschlüsse der verbundenen Unternehmen für das Jahr 2015. Er verwies zunächst auf die wirtschaftlich und gesellschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen, wie den deutlichen Preis- und Absatzrückgang für Schweinefleisch in Deutschland sowie die anhaltende öffentliche und politische Diskussion um die Gesellschaftsfähigkeit der Nutztierhaltung. Demgegenüber stehe ein wachsender Export, der durch das anhaltende Russland-Embargo gebremst wird.
Am EGO-Schlachthof wurden 2015 rund 639.000 Schweine geschlachtet, etwa 25.000 mehr als im Vorjahr. Die der EGO zugehörige Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel im Raum Osnabrück (EGF) steigerte ihre Vermarktung mit 678.768 Ferkeln (2014: 670.580 Stück) ebenso wie die Fleischverarbeitung Kinnius. 2015 hat das Osnabrücker Traditionsunternehmen 750 t Wurst vermarktet.
Der konsolidierte Gesamtumsatz des EGO-Verbundes belief sich im vergangenen Jahr auf rund 160 Mio. Euro (2014: 170 Mio. Euro) und lag damit geringfügig unter Vorjahresniveau, begründet durch die niedrigen Preise für Schlachtschweine im Vorjahr. Rudolf Festag resümierte: „Durch den Ausbau und die Modernisierung des Schlachthofes haben wir uns zukunftsorientiert aufgestellt und unsere Vorreiterrolle hinsichtlich Tierwohl und Fleischqualität weiter ausgebaut. Diese klare Positionierung wird uns im rückläufigen Markt auch künftig wachsende Absätze ermöglichen.“
Zum Abschluss genossen die Teilnehmer einen ebenso fachlich fundierten wie unterhaltsamen Vortrag des Landwirts, Autors und Bloggers Klaus Alfs über die „Schweinehaltung in der medialen Dauerkritik - Ursachen, Wirkungen, Gegenmaßnahmen“. Zusammen mit Udo Pollmer und Georg Keckl hat er das Buch „Don´t Go Veggie!“geschrieben, das als „Kampfschrift gegen den vegetarischen Mainstream“ bezeichnet wird.