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EU-Schweinefleischexporteure mit weniger Umsatz

Die europäischen Fleischexporteure haben im ersten Quartal des Jahres insbesondere beim Schweinefleisch schlechtere Geschäfte gemacht als im Vorjahr. Bild: Archiv

Die Fleischexporteure in der Europäischen Union haben im ersten Jahresdrittel 2018 trotz moderater Absatzsteigerungen weniger Geld als im Vorjahreszeitraum eingenommen. Wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht, ging der Verkaufswert des in Drittländer exportierten Schweine-, Rind- und Geflügelfleisches einschließlich Lebendvieh und Nebenerzeugnissen gegenüber den ersten vier Monaten von 2017 insgesamt um 93 Mio. € oder 2,3 % auf 3,90 Mrd. € zurück. Verantwortlich dafür war allein Schweinefleisch, dessen Ausfuhrerlöse um 186 Mio. € oder 7,0 % auf 2,47 Mrd. € abnahmen. Weniger Geld kam in die Kassen der Schweinefleischexporteure, weil trotz nahezu unveränderter Absatzmengen der durchschnittliche Ausfuhrwert einer Tonne sich um 148 € oder 7,2 % auf 1 903 € verringerte. Neben Veränderungen im Warenkorb und einem stärkeren Euro gegenüber den Währungen wichtiger Kunden war vor allem das niedrigere Preisniveau am globalen Schweinefleischmarkt entscheidend für den Rückgang der Exporterlöse. Hierzu trugen ein weltweit insgesamt höheres Exportangebot, Russlands Einfuhrsperren und die nachlassende Importnachfrage Chinas bei.Mengenmäßig beliefen sich die EU-Schweinefleischexporte im ersten Jahresdrittel 2018 einschließlich Nebenerzeugnissen auf knapp 1,30 Mio. t und lagen damit um 0,2 % über dem Vorjahresergebnis. Weiter hinter dem Vorjahresniveau zurück blieb allerdings das Handelsvolumen mit China. Insgesamt wurden aus den Mitgliedstaaten 463 275 t Schweinefleisch in die Volksrepublik verkauft; das waren 29 110 t oder 5,9 % weniger als von Januar bis April 2017. Mit einem Anteil von fast 36 % an den Gesamtexporten blieb China aber mit Abstand wichtigster EU-Kunde. Einen starken Einbruch von 26,5 % auf nur noch 90 100 t war zudem bei den Ausfuhren nach Honkong zu verzeichnen. Abgesehen vom schwachen Chinageschäft konnten sich die EU-Anbieter in anderen asiatischen Ländern jedoch über einen wachsenden Absatz freuen. So nahmen die Exporte nach Japan gegenüber den ersten vier Monaten 2017 um 6,6 % auf 147 100 t zu. Noch stärker florierte mit einem Exportplus von 25,0 % auf 121 500 t der Handel mit Südkorea. AgE