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EU-Schweinepreise: Dänemark hängt alle ab

Die dänische Schweinenotierung hat durch das florierende China-Geschäft einen Höhenflug hingelegt.

Die dänische Notierung ist in den vergangenen sechs Wochen um über 20 Cent gestiegen und hat damit alle anderen Notierungen der wichtigsten EU-Schweineländer zum Teil sehr deutlich hinter sich gelassen. So liegt das dortige Notierungsniveau mit einem korrigierten EU-Preis von 1,95 € satte 15 Cent über dem deutschen. Den zuletzt nochmal um 5 Cent gestiegenen Erzeugerpreis will das in Dänemark marktdominierende Schlachtunternehmen Danish Crown (DC) nun für die nächsten vier Wochen halten.

Als Begründung führt DC an, dass bis Mitte Dezember die letzten Fleischlieferungen für das chinesische Neujahrsfest auf den Weg gebracht werden müssen. Dieses Exportgeschäft ist von solch immenser Bedeutung, dass bis dato die Preise im Fleischgeschäft abgesichert sind. Anschließend will das Unternehmen den Preis um acht Cent zurücknehmen und bis zum Ende der letzten Januarwoche fixieren.

Der chinesische Markt hat für Dänemarks führenden Schlachtkonzern eine immer größere Bedeutung. So wurde zuletzt noch eine Rahmenvereinbarung über Schweinefleischlieferungen im Wert von rund 90 Mio. € mit Chinas größtem Lebensmittelkonzern Cofco abgeschlossen. Das Exportvolumen gelte als Mindestmenge und könne bei Bedarf noch erhöht werden. Nach Darstellung von DC gehört das Abkommen mit dem chinesischen Abnehmer zu den größten Einzelverträgen in der Unternehmensgeschichte.

Der für den chinesischen Markt verantwortliche DC-Vertriebsleiter Niels Knudsen stellte hierzu fest, dass der dänische Konzern inzwischen zu den bevorzugten Lieferanten für das staatliche Lebensmittelunternehmen aufgerückt sei. Danish Crown hat in den vergangenen Monaten deutlich von den durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) verursachten Produktionsausfällen in China profitiert. Im dritten Quartal hatten die Exporte dorthin so stark zugelegt, dass der Konzern an seine Kapazitätsgrenzen geriet, was Abpackung und Versand anging. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Unternehmen im September sein erstes eigenes Werk vor Ort - nahe Shanghai - eröffnet. AgE/Eigene Recherche