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Hauspreise bremsen Aufschwung

Als Reaktion auf die jüngste Preissteigerung haben einige Schlachter weniger Schweine angenommen. Bild: Heil

In den vergangenen Wochen bestimmten ein knappes Angebot und eine zeitweise außerordentlich rege Nachfrage das Geschehen am Schlachtschweinemarkt. Als Folge dessen setzte eine wahre Preisrallye ein, angefangen von einer VEZG-Notierung in KW 4 von 1,30 €/Indexpunkt, bis hin zum vorläufigen Höhepunkt von 1,55 €/Indexpunkt in der vergangenen Woche.
Bis zur letzten Notierungsrunde nahm die rote Seite die teils deutlichen Preissprüngen ohne Murren hin. Schließlich waren Schweine generell knapp und die Abgabebereitschaft der Mäster angesichts der optimistischen Marktprognosen und der frostigen Temperaturen gering.
Nun scheint sich der Markt zumindest etwas zu beruhigen. Das letzte Notierungsplus auf 1,55 €/Indexpunkt wollte das Schlachtunternehmen Vion nicht mittragen und rief mit 1,50 €/Indexpunkt einen Hauspreis auf Niveau der Vorwoche aus. Andere große Schlachter folgten diesem Beispiel zwar nicht. Branchenprimus Tönnies, bei den letzten Hauspreisrunden immer in der Führungsrolle, kündigte aber frühzeitig eine Drosselung der Schlachtkapazitäten an. Von verschiedenen Seiten ist zu hören, dass die Schlachter Schwierigkeiten haben die rasant gestiegenen Einkaufspreise im Teilstück-Handel umzusetzen.
Weil auch andere Schlachtunternehmen in den letzten Tagen weniger Schweine angenommen haben und die Abgabebereitschaft der Mäster wieder zunimmt, hat der Markt wohl seine Mitte gefunden. Ob leichte Preiskorrekturen von Nöten sind, bleibt abzuwarten.