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Markt: Mit Überhängen ins neue Jahr

Das Lebendangebot fällt zu Jahresbeginn groß aus, aber die Aussichten für den Schweinemarkt bleiben positiv.

Nach den Feiertagen laufen die Schlachtbänder in den meisten Bundesländern wieder auf Hochtouren.

Zu Jahresbeginn zeichnet sich am deutschen Schlachtschweinemarkt noch keine einheitliche Tendenz ab. Wie erwartet hat sich über die Feiertage ein Überhang an Schlachtschweinen gebildet. Der Export speziell nach Asien läuft aber unverändert gut, sodass dieser mit den nun wieder annähernd auf Volllast laufenden Schlachtbändern zügig abgebaut sein dürfte. Daher sollte eigentlich diese Woche von einem gleichbleibenden Notierungsniveau von 1,95 €/Indexpunkt ausgegangen werden.

Doch von der roten Seite werden Forderungen laut, dass die Notierung spürbar nach unten gesetzt werden muss. Marktkenner befürchten, dass eine deutliche Notierungskorrektur die Verunsicherung auf Seiten der Erzeuger steigen lässt und Panikverkäufe getätigt werden. Das würde den Markt weiter unter Druck setzen. Die Schlachter wiederrum müssten sich bei einem sinkenden Erzeugerpreis darauf einstellen, dass sie ihre Preise auf dem Fleischmarkt nicht halten werden.

Auch in den beiden Nachbarländern Dänemark und Niederlande zeigt sich der Markt uneinheitlich. Danish Crown hat seinen Auszahlungspreis um 4 Cent angehoben mit der Begründung, dass das Asien-Geschäft weiter immensen Absatz generiert. Von Seiten der niederländischen Schlachtunternehmen gab es dagegen sehr viel Druck und der Erzeugerpreis musste ein deutliches Minus von sieben Cent hinnehmen. Hier argumentierte die rote Seite, dass die europäischen Fleischmärkte noch nicht wieder ins Rollen gekommen sind und sich dementsprechend auch die hohe Preise nicht weiter durchsetzen lassen.