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Schweinepreis: Deutschland hinkt hinterher

Die Erzeugerpreise haben sich auf einem unbefriedigenden Niveau festgefahren. Bild: Heil

Der deutsche Schlachtschweinemarkt zeigt sich seit Wochen von seiner tristen Seite und der VEZG-Preis verharrt auf einem für die Erzeuger unbefriedigenden Niveau von 1,44 €/Indexpunkt. Die Aussichten, dass sich daran im Verlaufe der nächsten Wochen noch etwas ändert, sind verhalten. Zwar drosseln die hohen Temperaturen die Tageszunahmen und das saisonal gesehen eher knappe Angebot an schlachtreifen Schweinen lässt sich auch an den niedrigen Schlachtzahlen von knapp 930.000 Stück ablesen. Doch sowohl der nationale Fleischmarkt als auch der Export präsentieren sich aktuell extrem impulslos. Lediglich bei den Grillartikeln wird von einem regen Kaufinteresse gesprochen. Einige Schlachter forderten aufgrund der anhaltenden Nachfrageflaute in der vergangenen Woche sogar einen Rückgang der Notierung.Mit Beginn der Schulferien könnte sich der Markt nun noch weiter abschwächen. Naturgemäß geht in dieser Zeit die Schweinefleischnachfrage der Privathaushalte zurück und viele fleischverarbeitende Unternehmen verkünden Betriebsferien.Gänzlich andere Effekte hat der Start der Ferienzeit auf die Notierungen in den beliebten Urlaubsländern in Südeuropa. Sowohl in Italien als auch in Spanien zogen die Erzeugerpreise seit Juni kontinuierlich an. Letztgenannte notieren derzeit mit umgerechnet 1,64 €/kg den mit Abstand besten Erzeugerpreis unter den großen Schweineproduzenten in der EU.

Die Flaute am Schlachtschweinemarkt bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Ferkelpreise. So hat die Nord-West-Notierung in den vergangenen Woche ordentlich verloren und liegt für die KW 27 bei 39 € pro Tier (25 kg, 200er-Partie). Auch vor dem Hintergrund der Gülle-Problematik ist die Einstallbereitschaft der Mäster mehr als verhalten. In Kombination mit dem saisonal bedingt großen Angebot steht der Preis weiter unter Druck.