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NL: Großes Interesse an Aussteigerprogramm

Das Aussteigerprogramm für Schweinehalter hat eine große Resonanz erzeugt. Bild: van Assendelft

Das von der Branchenvertretung Producenten Organisatie Varkenshouderij (POV), der Rabobank und dem Wirtschaftsministerium initiierte Aussteigerprogramm für Schweinebetriebe ist auf großes Interesse gestoßen. Bis Ende Oktober haben sich 57 Betriebe gemeldet, allen voran aus den viehdichten Regionen im Süden Hollands, die im Gegenzug für eine finanzielle Entschädigung die Schweinehaltung einstellen wollen.Da sich die Entschädigungssumme pro Betrieb aus dem aktuellen Verkaufswert der Produktionsrechte und der Anzahl gehaltener Schweine zusammensetzt, ist noch unklar, wie viele Standorte aus der Produktion herausgekauft werden können. Nach ersten Schätzungen der Verantwortlichen wird davon ausgegangen, dass mit dem bereitgestellten Budget von 8 Mio. € ungefähr 35 Betriebe ausgezahlt werden. Die besten Chancen besitzen die Standorte mit den höchsten Umweltbeeinträchtigungen. Sie müssen dann bis zum 1. Januar 2019 aus der Erzeugung aussteigen.
Dass es angesichts der starken Nachfrage ein Nachfolgeprogramm geben wird, gilt aus finanziellen Gründen als unwahrscheinlich. Durch den Wiederverkauf der Produktionsrechte an Schweinebetriebe mit weniger umweltrelevanten Standorten soll das 3-Millionen-Darlehen der Rabobank gedeckt werden. Die restlichen 5 Millionen kamen einmalig aus einem EU-Fördertopf.