Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Schweinefutter-Absatz bricht um 3 % ein

Durch den gesunkenen Tierbestand wurde im vergangenen Jahr auch weniger Schweinemischfutter geordert.

Insbesondere aufgrund des gesunkenen Schweinebestandes ist die Mischfutterherstellung in Deutschland im vergangenen Kalenderjahr leicht zurückgegangen. Wie der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin unter Berufung auf vorläufige Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilte, haben die Futtermittelhersteller im Jahr 2018 insgesamt 23,84 Mio. t Mischfutter hergestellt; das entsprach gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 1 %. Der Rückgang der Mischfutterproduktion erklärt sich laut DVT vor allem durch den Bestandsabbau in der deutschen Schweinehaltung um 4,1 % zum Vorjahr und einen dementsprechend kleineren Futterbedarf. Deutschlandweit seien 2018 etwa 9,50 Mio. t Schweinemischfutter hergestellt worden und damit 2,7 % weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig mussten die Schweinehalter durchschnittlich 10 % mehr für Mischfutter ausgeben. Die durchschnittlichen Preise im Broiler- und Legehennenbereich waren im Vergleich zu 2017 nur um bis zu 5 %. Beim Rinderfutter lag die Preissteigerung bei 6 %.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Situation vieler Tierhalter sowie den wachsenden politischen und gesellschaftlichen Druck auf die Betriebe rechnet der DVT mit einem weiteren Abbau der Bestände. Vor allem in den bislang viehstarken Regionen Nord- und Süddeutschlands dürften nach Einschätzung des Verbandes die Tierzahlen mittelfristig zurückgefahren werden - mit unmittelbaren Folgen für die Mischfutterbetriebe und deren Absatzmengen. AgE