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Tönnies schlachtet fast 21 Mio. Schweine

Der Schlachtgigant Tönnies konnte zwar seine Schlachtzahlen weiter steigern. Beim Umsatz musste das Unternehmen aber ein Minus hinnehmen.

Die Tönnies Unternehmensgruppe hat im vergangenen Jahr mehr Schweine geschlachtet und in einem schwachen Branchenumfeld Marktanteile hinzugewonnen. Wie das Unternehmen am vergangenen Donnerstag mitteilte, wurden länderübergreifend rund 20,8 Mio. Schweine verarbeitet; das waren etwa 1 % mehr als 2017. Davon kamen in Deutschland unverändert 16,6 Mio. Tiere an den Haken, obwohl das gesamte Schlachtaufkommen hierzulande laut Statistischem Bundesamt (Destatis) um 3 % rückläufig war. Einbußen musste der größte deutsche Fleischkonzern allerdings beim Umsatz hinnehmen, der gegenüber 2017 um 3,6 % auf 6,65 Mrd. € sank. Dafür machte Tönnies vor allem den im Schnitt um 12,5 % niedrigeren Schweinepreis verantwortlich.

„In dem heterogenen deutschen Fleischmarkt wächst Tönnies im Bereich Schwein und Rind. Zudem sind wir Treiber in der nachhaltigen Entwicklung der Lebensmittelbranche, um die Ansprüche der Verbraucher zu erfüllen“, erklärte der Geschäftsführer der Tönnies Holding, Andres Ruff. Gleichzeitig werde die internationale Wachstumsstrategie konsequent umgesetzt. In Frankreich und Polen gebe es Wachstum, und in Großbritannien sei der Status Segment-Marktführer erreicht worden. Zudem sei in Dänemark nach der Übernahme von Tican 2018 der wirtschaftliche Turnaround erreicht worden, berichtete Ruff. Der geschäftsführende Gesellschafter Clemens Tönnies stellte fest, dass sich die Fleischbranche im Wandel befinde. Das Unternehmen trage gemeinsam mit den Landwirten und Kunden die Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der Fleischbranche. An den Lebensmittelhandel gewandt appellierte Tönnies: „Fleisch ist unser wertvollstes Lebensmittel, das darf nicht verschleudert werden“.