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Tönnies: Strafzölle auf US-Fleisch drücken Preise

Von links: Maximilian und Clemens Tönnies (Gesellschafter Tönnies Holding), Andreas Ruff (Geschäftsführer Tönnies Holding). Foto: Werkbild

Der aktuelle Handelsstreit zwischen den USA und China und die erhöhten Zölle auf US-Schweinefleisch drücken weltweit die Schweinepreise. „Wer gedacht hätte, dass europäische bzw. deutsche Exporteure profitieren können, hat sich getäuscht", sagt Clemens Tönnies am Montag bei der Vorstellung der Bilanz 2017 für Deutschlands größtes Fleischunternehmen. Das Fleisch aus den USA würde jetzt weltweit auf die Märkte kommen und das Preisniveau drücken.Die Unternehmensgruppe Tönnies hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem weltweiten Umsatz von 6,9 Milliarden Euro abgeschlossen. Das ist ein Plus von 8,6 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf die Integration der „Zur Mühlen"-Gruppe in den Konzern zurückzuführen. Weltweit schlachtete Tönnies im vergangenen Jahr 20,6 Mio. Schweine (2016: 20,4 Mio.). Bei Rindern kletterten die Schlachtzahlen um 2 % auf 432.000. Insgesamt liegt die Exportquote des Unternehmens bei rund 50 %.Für das laufende Geschäftsjahr und die mittelfristige Entwicklung sieht sich Tönnies gut aufgestellt. "Wir wachsen stabil, auch gegen den Markttrend. Ich blicke zuversichtlich nach vorne, auch wenn der Preisdruck und der Wettbewerb in den vergangenen Monaten nochmals deutlich zugenommen haben", sagt Andres Ruff, Geschäftsführer der Tönnies Holding. Im Fokus der Unternehmensführung rücken für das laufende Geschäftsjahr insbesondere die Themen Internationalisierung, Konsolidierung, Kosten und Nachhaltigkeit.