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TA Luft: Erleichterungen auch für konventionelle Tierwohl-Ställe

Die Agrarminister der Länder wollen in der neuen TA Luft keine neuen Genehmigungshürden für Tierwohl-Ställe aufstellen.

Die große Bedeutung der anstehenden Novelle der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) für die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Tierhaltung hat die Agrarministerkonferenz (AMK) betont. In einem Beschluss vom vergangenen Freitag in Mainz wird der Bund gebeten, in der Novelle enthaltene Hemmnisse für eine stärkere Orientierung am Tierwohl zu beseitigen. Unter anderem soll geprüft werden, ob aus europarechtlicher Sicht die in der TA Luft vorgesehene Begünstigung der ökologischen Tierhaltung auch auf vergleichbar wirtschaftende konventionelle Haltungssysteme übertragbar ist. Nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser müsste die Formulierung im Entwurf der TA Luft entsprechend erweitert werden. „Heute haben wir bisweilen die Situation, dass Tierhalter Ställe ökologisch und tiergerecht umbauen möchten, ihnen dies aber aufgrund der Vorgaben der TA Luft untersagt wird“, stellte die Ministerin fest. Hier brauche man praktikable Lösungen. In ihrem Beschluss beklagen die Länderressortchefs zudem das Fehlen von Emissionsfaktoren für einen Großteil von besonders tierwohlgerechten Haltungsverfahren mit Außenklimakontakten. Dadurch würden die Genehmigungsverfahren für viele Vorhaben erschwert. Der Bund wird aufgefordert, die notwendige Ermittlung dieser Emissionsfaktoren verstärkt zu forcieren. AgE