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DBV: Kritik an der Tiergesundheit billiger Alarmismus

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken hat unter anderem Greenpeace für deren Angstmacherei kritisiert.

Mit scharfer Kritik hat der Deutsche Bauernverband (DBV) auf Forderungen der Organisationen Greenpeace, foodwatch und Vier Pfoten nach einem bundesweiten, betriebsgenauen Tiergesundheitsmonitoring sowie nach verbindlichen Vorgaben für die Verbesserung der Gesundheit von Nutztieren reagiert. DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken sprach nach einer Presseveröffentlichung der drei Organisationen von „billigem Alarmismus“. Krüsken verwies auf das bereits vorhandene flächendeckende Monitoring in Form der QS-Schlachtbefunddatenbank.

„In Deutschland dürfen nur Tiere ohne Anzeichen für einen Zustand, der die Gesundheit von Mensch und Tier beeinträchtigen kann, geschlachtet werden“, betonte Krüsken.

Bei einem gemeinsamen Pressegespräch am Montag vergangener Woche in Berlin hatten die drei Organisationen die Auffassung geäußert, dass ein großer Teil der Nutztiere in Deutschland unter vermeidbaren Erkrankungen leide. Ein Beispiel seien schmerzhaft verdickte Gelenke bei Mastschweinen. Trotzdem gelangten ihre Produkte „massenhaft in den Handel“.

Der Bundesregierung warfen Greenpeace, foodwatch und Vier Pfoten vor, sie habe bisher keine Maßnahmen vorgelegt, die diese Missstände beheben könnten. Das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner angestrebte Tierwohlkennzeichen greife viel zu kurz. Die „millionenfach auftretenden Produktionskrankheiten“ von Tieren spielten bei den Plänen keine Rolle. Den Organisationen zufolge stammt fast jedes vierte tierische Lebensmittel in Deutschland von einem kranken Tier. Anstelle von „Alibi-Maßnahmen“ wie dem Tierwohlkennzeichen müsse Klöckner sicherstellen, „dass insgesamt nur Produkte von tiergerecht gehaltenen und gesunden Tieren in den Handel kommen. AgE