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Grüne Woche: Streit um Tierschutz

Zum Start der Grünen Woche rücken die Tierschutzthemen wieder in den Fokus.

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert erneut die Schweinehaltung.

Zum Start der Grünen Woche in Berlin überschlagen sich auch in diesem Jahr die Diskussionen zu vielen Themen in der Landwirtschaft. Im Fokus steht erneut der Tierschutz. Im Schweinebereich geht es vor allem um die geplante Neufassung der Haltungsverordnung.

  • Die ISN-Interessengemeinschaft und der Deutsche Bauernverband fordern insbesondere einen Bestandsschutz für bestehende Abferkelställe. Die Berufsvertretungen kritisieren die kurzen Umsetzungsfristen für den Abferkelbereich im Entwurf zur neuen Schweinehaltungsverordnung. Sollte Berlin an den Inhalten des aktuellen Referentenentwurfs festhalten, ist mit einer verstärkten Ausstiegswelle in der Ferkelerzeugung zu rechnen.
  • Im Gegensatz dazu will der Deutsche Tierschutzbund die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner verklagen, sofern sie die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung nicht entsprechend des aktuellen Entwurfes umsetzen sollte. Im Fokus der Tierschützer steht die Haltung von Sauen in Kastenständen. Diese soll in der aktuellen Umsetzung auch gegen das Grundgesetz verstoßen, argumentieren die Tierschützer.
  • Greenpeace greift das alte Thema Fleischsteuer wieder auf. Die Umweltorganisationen fordert eine Tierwohlabgabe von maximal 0,50 € pro Kilogramm Fleisch, um hiermit den Umbau der Tierhaltung zu finanzieren. Laut Greenpeace soll ein erheblicher Teil der Bevölkerung bereit sein, für mehr Tierwohl auch mehr an der Fleischtheke zu bezahlen. Die praktischen Erfahrungen mit verschiedenen Tierwohlprogrammen und dem entsprechenden Kaufverhalten der Verbraucher widerlegen diese Darstellung jedoch.