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Kastenstand: Demo in Münster

WLV-Präsident Johannes Röring im Gespräch mit den Agrarministern Remmel und Meyer.

Im westfälischen Münster demonstrierten heute Nachmittag rund 150 Schweinehalter aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegen die drohende Verschärfung der Haltungsauflagen im Deckzentrum. Aufgerufen hatten hierzu der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) und das Landvolk Niedersachsen. Nach ihrem Marsch durch die Innenstadt versammelten sich die Landwirte vor dem Erbdrostenhof. Dort übergaben WLV-Präsident Johannes Röring sowie weitere Vertreter der Landwirtschaftsverbände eine Resolution an die für Landwirtschaft zuständigen Landesminister Johannes Remmel (NRW) und Christian Meyer (Niedersachsen). Ihre Kernbotschaft: Die insbesondere von Seiten der grünen Agrarminister geforderte Abschaffung der Kastenstände im Deckzentrum würde zu einem massiven Strukturbuch in der Ferkelerzeugung führen. Daher sind bei einer möglichen Umgestaltung der Haltungssysteme mindestens 20 Jahre Übergangsfrist einzuräumen. Dabei zeigen sich die landwirtschaftlichen Fachverbände zum Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern bereit. Wichtig ist den Landwirten auch, dass bezüglich der Kastenstände eine bundeseinheitliche Regelung gefunden wird.
Im Gespräch machten die Agrarminister jedoch deutlich, dass sie derart lange Übergangsfristen nicht für tragbar halten. Außerdem wünschen Sie sich auch im Abferkelbereich mehr Freilauf für die Sau. Dies sei dann in der bundesweit gültigen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zu verankern.