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Neues Skandalvideo: Sauenhalter angezeigt

Unter anderem zeigen die Aufnahmen, wie in dem Betrieb schwache Ferkel nicht ordnungsgemäß notgetötet werden. Bild: Stern TV

Die Tierrechtler vom Deutschen Tierschutzbüro haben auf Grundlage illegaler Filmaufnahmen einen Sauenbetrieb in Zeven bei Bremen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Fast zeitgleich dazu wurde das Videomaterial am Mittwoch bei Stern-TV gezeigt.

In einer Pressemitteilung erklärte das Tierschutzbüro, dass sich die Aktivisten über einen Zeitraum von sechs Monaten immer wieder nachts Zutritt zu der Anlage mit 2500 Sauen verschafft hätten, um dort versteckte Kameras anzubringen. So seien über 100 Stunden Videomaterial entstanden, die man der Staatsanwaltschaft Oldenburg übergeben hat. Darauf zu sehen sind unerlaubte Nottötungspraktiken und Haltungsmissstände im Abferkelstall. "Laut Tierschutzgesetz § 17 bzw. § 18 müssen Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro rechnen", so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Tierschutzbüros. Gegen eine Mitarbeiterin des Betriebes wurde ebenfalls Strafanzeige erstellt.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein hat sich bereits via Facebook zu den Filmaufnahmen geäußert. Der Verband stellte klar, dass in dem Betrieb Situationen dokumentiert worden sind, die offenkundig nicht der guten fachlichen Praxis entsprechen. Dies allerdings zum Maßstab für die gesamte deutsche Sauenhaltung zu machen, sei falsch. Zudem müsse man sich fragen, warum das Tierschutzbüro nicht sofort, sondern erst nach Abschluss einer mehrmonatigen Recherche Anzeige erstattete. „(...) Wir sind hier doch nicht im Krieg! Es gibt immer die Alternative, Rechtsmittel zu ergreifen. Wer die nicht wählt, macht sich zum Gaffer und damit mitschuldig!“, heißt es in der Stellungnahme des Bauernverbandes.

Hier gehts zum Videobeitrag von Stern TV......