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TVT setzt sich für Eberimpfung ein

Nach der zweiten Impfung werden die Eber deutlich ruhiger.

In einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bitten Tierärztinnen und Tierärzte der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT), dem Drängen nach einer Zulassung der Lokalanästhesie zur Ferkelkastration und einer Fristverlängerung zu widerstehen. Stattdessen solle man sich für die Impfung gegen Ebergeruch einsetzen und helfen, eine entsprechende Marktakzeptanz zu schaffen.

Seit der Düsseldorfer Erklärung im Jahr 2008 wird in Deutschland über den Ausstieg aus dieser Methode gerungen. Zum 1. Januar 2019 dürfen Ferkel dann nur noch unter Betäubung kastriert werden. Die diskutierten Alternativverfahren haben jedoch Nachteile, weshalb die Branche seit einiger Zeit die Lokalanästhesie ins Spiel bringt. Sie soll als sogenannter „vierter Weg“ ermöglicht werden.

Das lehnt die TVT aus tierschutzfachlichen Gründen ab und warnt vor einem politischen „Durchdrücken“. „Aus der Sicht des Tierschutzes ist weder die Fristverlängerung noch der vierte Weg eine akzeptable Option“, schreibt Prof. Dr. Thomas Blaha, Vorsitzender des TVT-Vorstandes.

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